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Was Frankfurts Oberbürgermeister und den Grünen Frontmann dabei verbindet

Pulse of Europe - Peter Feldmann (SPD) und Cem Özdemir (Grüne) werben dafür

Dienstag, 14 März 2017 23:18 geschrieben von 
Die Bewegung "Pulse of Europe" will ein Gegengewicht zu EU-kritischen Strömungen sein Die Bewegung "Pulse of Europe" will ein Gegengewicht zu EU-kritischen Strömungen sein Quelle: Pulse of Europe

Berlin - Pulse of Europe - eine neue Bewegung? Cem Özdemir (Grüne) oder Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) loben diese Initiative für Europa. „Wir sind überzeugt, dass die Mehrzahl der Menschen an die Grundidee der Europäischen Union und ihre Reformierbarkeit und Weiterentwicklung glaubt und sie nicht nationalistischen Tendenzen opfern möchte,“ so das Ziel und der Beitrag der Initiative. „Lasst uns lauter und sichtbarer werden“ lautet der Aufruf zu den Kundgebungen.

Offensichtlich soll diese Initiative eine Gegenbewegung zu den eher derzeit europakritischen Bewegungen darstellen.

Die Kritik an der Europäischen Währungsunion ließ die Wirtschaftsprofessoren um Bernd Lucke die neue Partei AfD gründen. Mittlerweile scheint die Eurokrise etwas in Vergessenheit geraten zu sein, obwohl die Krise keineswegs beseitigt worden ist. Die politischen Ereignisse geschehen in einer immer schnelleren Zeitfolge. Die Flüchtlingskrise löste die Eurokrise in der Aufmerksamkeit der Wähler ab. Die "Pulse of Europe" Initiative deutet eher die gespaltene Gesellschaft im Hinblick auf Europa. Die Europa-Kritiker wollen gerade nicht das demokratiefeindliche Europa, das von „oben nach unten„ regiert wird. Sie wollen ein Europa, das auf dem Subsidiaritätsprinzip beruht. Es ist nicht gerechtfertigt das Subsidiaritätsprinzip als nationalistische Tendenz zu bewerten.

Die "Pulse of Europe" fordert eine Reformierbarkeit, sagt aber nicht wie Europa reformiert werden soll. Das ist zu wenig. So verschärft die Initiative die Spaltung der Gesellschaft.

"Pulse of Europe" könnte nur eine PR-Klamotte sein.

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Josef Mühlbauer

Dipl. Kfm. Josef Mühlbauer, München

Vita: Nach dem Abitur folgte ein Studium der Wirtschaftswissenschaft und der Rechtswissenschaft  an der Uni München. Mit dem Abschluss Diplom Kaufmann und in Jura dem ersten und zweiten Staatsexamen mit Referendars-Ausbildung hat er seine Universitätszeit abgeschlossen. Danach war Josef Mühlbauer als Vorstandsassistent und dann Leiter Recht und Finanzen in einer großen Aktiengesellschaft tätig.

Dem folgte eine Zeit als freiberuflicher Rechtsanwalt und freier Unternehmensberater in einer Beratungsfirma. Später war Josef Mühlbauer für größere Firmen zuständig.

Zuletzt engagierte er sich im gemeinnützigen Bereich im Rahmen politischer Bildung und gilt als ausgewiesener Spezialist insbesondere für Parteienforschung und Parteienfinanzierung.

Webseite: www.popularen.de