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Medientycoon für Donald Trump

Steve Bannon und Breitbart News

Freitag, 18 November 2016 15:59 geschrieben von 
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München - Wer ist dieser Steve Bannon, den Donald Trump zu seinem Chefstrategen ernannt und damit zu einem der wichtigsten Mitglieder in seinem Regierungsteam erkoren hat?

Im August 2016 machte Donald Trump diesen Steve Bannon zu seinem Wahlkampfchef. Bannon war zu diesem Zeitpunkt seit vier Jahren Chef der politisch rechtskonservativen „Nachrichtenseite Breitbart News Network“, eine Seite, die monatlich über 32 Mio. Aufrufe registriert und auf Platz 34 der meistgelesenen Seiten in den USA rangiert.

Bannon baute diese anfangs belächelte Internetplattform nach dem Tode des Gründers Andrew Breitbart vor vier Jahren zu einem wichtigen „Info Baltt“ aus, das sich als Gegengewicht zur Huffington Post und anderen Mainstream Medien mit Themen der Tea-Party-Anhänger befasste.

Mit kritischen, teils provokanten Berichten gegen das Establishment entfachte Bannon den politischen Diskurs in den USA. Ohne Bannon, so einige Medienfachleute, hätte Trump die Wahl in den USA nicht gewonnen. Bernie Sanders forderte Trump auf, die Nominierung Bannons zum Chefstrategen zu annullieren. Sanders hält die Nominierung für völlig inakzeptabel. Die politische Auseinandersetzung geht weiter.

Ein Grund, weshalb der ehemalige US Marineoffizier und Mitarbeiter der Goldmann Sachs Investmentbank in der Abteilung Mergers & Acquisitions für den Medienbereich, eine tiefe Abneigung gegen große Banken und Versicherungen und gegen das politische Establishment empfindet, wie einige behaupten, mag daran liegen, das in der Finanzkrise 2008 viele große Banken und Versicherungen mit dem Geld der Steuerzahler gerettet wurden, während Kleinanleger wie sein Vater für Kursverluste ihrer Wertpapiere nicht entschädigt wurden und ihr erspartes Vermögen verloren.

Breitbart News soll auch, wie Huffington Post, auch auf Deutschland und Frankreich ausgeweitet werden. In Deutschland fehlt derzeit ein derartiges Info-Blatt in dieser Größenordnung als Gegengewicht zu den Mainstream Medien. In den USA hat die Meinungsäußerungsfreiheit einen höheren Stellenwert als in Deutschland. Deshalb dürfte es in Deutschland für Breitbart News auch schwieriger sein, sich kritisch mit politischen Themen tabulos auseinanderzusetzen.

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Josef Mühlbauer

Dipl. Kfm. Josef Mühlbauer, München

Vita: Nach dem Abitur folgte ein Studium der Wirtschaftswissenschaft und der Rechtswissenschaft  an der Uni München. Mit dem Abschluss Diplom Kaufmann und in Jura dem ersten und zweiten Staatsexamen mit Referendars-Ausbildung hat er seine Universitätszeit abgeschlossen. Danach war Josef Mühlbauer als Vorstandsassistent und dann Leiter Recht und Finanzen in einer großen Aktiengesellschaft tätig.

Dem folgte eine Zeit als freiberuflicher Rechtsanwalt und freier Unternehmensberater in einer Beratungsfirma. Später war Josef Mühlbauer für größere Firmen zuständig.

Zuletzt engagierte er sich im gemeinnützigen Bereich im Rahmen politischer Bildung und gilt als ausgewiesener Spezialist insbesondere für Parteienforschung und Parteienfinanzierung.

Webseite: www.popularen.de